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Auswahlhilfe Lesezeit ~7 Min.
Welchen Wasserfilter für das Haus wählen?
Selbstreinigender, kompakter, Duplex- oder Dreifachfilter: Die richtige Wahl hängt von der Wasserqualität, der gewünschten Filterfeinheit, dem verfügbaren Platz, dem benötigten Durchfluss und dem gewünschten Wartungsaufwand ab.
Ratgeber zur Auswahl eines Wasserfilters für das Haus
Einsatz
Für das ganze Haus
Eine zentrale Filtration wird am Wasserzulauf installiert, um die Anlage zu schützen und das Wasser vor der Verteilung im Haus zu filtern.
Prinzip
Stufenweise filtern
Zunächst werden in der Regel die gröbsten Partikel zurückgehalten, anschließend wird die Filterung verfeinert oder bei Bedarf Aktivkohle ergänzt.
Auswahl
Feinheit, Durchfluss & Wartung
Eine feinere Filterung ist nicht automatisch besser: Sie muss mit dem benötigten Durchfluss und dem gewünschten Wartungsaufwand vereinbar sein.

Warum das Wasser im ganzen Haus filtern?

Auch Leitungswasser kann Partikel aus Rohrleitungen oder Arbeiten am Versorgungsnetz enthalten: Sand, Rost, Ablagerungen oder andere Schwebstoffe.

Ein Filter am Hauptwasserzulauf kann einen Teil dieser Bestandteile zurückhalten, bevor das Wasser zu Armaturen, Warmwasserbereiter, Haushaltsgeräten oder weiteren Behandlungssystemen gelangt.

Wasser filtern bedeutet nicht, Kalk zu behandeln
Eine Sedimentkartusche, Aktivkohlefiltration oder ein selbstreinigender Filter ersetzt keine spezielle Kalkschutzlösung. Beide Funktionen können in einer Anlage kombiniert werden.

Selbstreinigend, kompakt, Duplex oder dreifach: welcher Filter passt?

Es gibt keinen einzelnen Filter, der für jede Installation geeignet ist. Die Wahl hängt vor allem von der gewünschten Feinheit, dem verfügbaren Platz, der Anzahl der Filterstufen und dem akzeptierten Wartungsaufwand ab.

Minimaler Wartungsaufwand
Selbstreinigender Filter
Für alle, die die Anlage hauptsächlich vor gröberen Partikeln schützen möchten und möglichst wenig Wartung wünschen. Das Filtersieb wird durch Rückspülung gereinigt und filtert bis auf etwa 40 Mikron.
Automatisch selbstreinigender Filter
Automatisch selbstreinigender Filter
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Wenig Platz
Kompakter 2-Stufen-Filter
Eine gute Lösung bei begrenztem Platz. In einem einzigen Gehäuse können mit einer Kombikartusche mehrere Funktionen verbunden werden, insbesondere Sediment- und Aktivkohlefiltration.
Kompakter 2-Stufen-Wasserfilter – mit einem einzigen Behälte
Kompakter 2-Stufen-Wasserfilter – mit einem einzigen Behälte
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Am vielseitigsten
Duplexfilter
Zwei unabhängige Gehäuse ermöglichen die Kombination von zwei unterschiedlichen Kartuschen. Ein sehr guter Kompromiss zwischen Platzbedarf, Filterfeinheit und Anpassungsmöglichkeiten.
Modulare Wasserfilterhalterung
Modulare Wasserfilterhalterung
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Am flexibelsten
Dreifachfilter
Drei Gehäuse ermöglichen den Aufbau einer stufenweisen und individuelleren Filtration. Besonders sinnvoll, wenn mehrere Filterstufen oder eine Spezialkartusche benötigt werden.
Modulare Wasserfilterhalterung
Modulare Wasserfilterhalterung
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Warum kann ein selbstreinigender Filter interessant sein?

Ein selbstreinigender Filter erfüllt eine etwas andere Aufgabe als Filter mit austauschbaren Kartuschen. Seine Filterfeinheit von etwa 40 Mikron ist relativ grob, bietet aber einen wichtigen Vorteil: Im Alltag ist nur sehr wenig Wartung erforderlich.

Vorteile
Einfache Reinigung durch Rückspülung, kein regelmäßiger Austausch einer Filterkartusche, geringer Platzbedarf und guter Schutz vor gröberen Partikeln.
Grenzen
Eine 40-Mikron-Filtration ersetzt keine feinere Filterung mit 5 oder 10 Mikron. Ebenso wenig übernimmt sie die Funktion einer Aktivkohlekartusche.
Auch als Vorfilter geeignet
Der selbstreinigende Filter kann allein verwendet werden, wenn lediglich grobe Verunreinigungen zurückgehalten werden sollen. Er kann aber auch als erste Stufe vor einem feineren Kartuschenfilter eingesetzt werden und so dessen Verschmutzung verlangsamen.

Bei Kartuschenfiltern bestimmt die Kartusche die Filterwirkung

Ein Filtergehäuse behandelt das Wasser nicht allein. Die Technologie der eingesetzten Kartusche bestimmt im Wesentlichen die Filterfunktion.

Sedimentkartusche
Sie bildet in der Regel die erste Stufe der Feinfiltration und hält Schwebstoffe wie Sand, Rost, Schlamm und andere Partikel zurück.
Aktivkohle
Aktivkohle ergänzt die mechanische Filtration und kann unter anderem Geschmack und Geruch verbessern sowie Chlor und bestimmte Stoffe reduzieren, je nach verwendetem Filtermedium.
Spezialkartusche
Spezialkartuschen können eingesetzt werden, wenn ein bestimmtes Problem erkannt wurde. Die Auswahl sollte an die tatsächliche Wasserqualität angepasst werden.
Kombikartusche
Mehrere Filtermedien werden in einer einzigen Kartusche kombiniert. Das ist besonders interessant, wenn mehrere Funktionen gewünscht werden und nur ein Gehäuse zur Verfügung steht.

40, 10 oder 5 Mikron: welche Filterfeinheit wählen?

Der Mikronwert gibt die Filterfeinheit an. Je kleiner der Wert, desto feinere Partikel können zurückgehalten werden.

Eine feinere Filterung kann sich jedoch schneller zusetzen und einen größeren Druckverlust verursachen. Die richtige Wahl ist daher ein Kompromiss zwischen Filterqualität, verfügbarem Durchfluss und Wartungshäufigkeit.

Etwa 40 µm
Vorfilterung gröberer Partikel. Wartungsarm und besonders gut für einen selbstreinigenden Filter geeignet.
10 µm
Mittlere Filterfeinheit, um kleinere Partikel zurückzuhalten und gleichzeitig meist einen guten Durchfluss zu erhalten.
5 µm
Feinere mechanische Filtration, wenn feiner Sand, Schluff, Rost und andere kleinere Partikel stärker zurückgehalten werden sollen.
Das richtige Prinzip: stufenweise filtern
Enthält das Wasser viele Partikel, ist es meist sinnvoll, mit einer groben Filtration zu beginnen und danach schrittweise feiner zu filtern. Die ersten Stufen schützen die folgenden und verringern deren Verschmutzung.

Vergleich: welcher Filter passt zu Ihrem Bedarf?

LösungIdeal fürFiltrationWartungHauptvorteil
SelbstreinigendAllgemeiner Schutz und minimale WartungVorfilterung bis etwa 40 µmRückspülungKein regelmäßiger Kartuschenwechsel
Kompakt 2 StufenInstallationen mit wenig PlatzJe nach verwendeter KartuscheRegelmäßiger KartuschenwechselMehrere Funktionen in einem Gehäuse
DuplexVielseitige Hauswasserfiltration2 unabhängige KartuschenKartuschenwechselSehr guter Kompromiss aus Platzbedarf und Flexibilität
DreifachMehrere aufeinanderfolgende BehandlungsstufenBis zu 3 unabhängige KartuschenMehrere Kartuschen zu überwachenFlexibelste Lösung

Die 4 wichtigsten Kriterien vor der Auswahl

1. Wasser
Was soll gefiltert werden?
Grobe Partikel, Sand, Rost, Geschmack, Geruch oder ein spezifisches Problem: Beginnen Sie mit dem tatsächlichen Bedarf.
2. Durchfluss
Bedarf des Haushalts
Ein Haus mit mehreren gleichzeitig genutzten Wasserstellen benötigt mehr Durchfluss als eine kleine Wohnung.
3. Platz
Verfügbarer Einbauplatz
Ein kompakter oder selbstreinigender Filter kann bei wenig Platz sinnvoller sein, während Duplex- und Dreifachsysteme mehr Möglichkeiten bieten.
4. Wartung
Rückspülung oder Kartuschen
Wenn Sie Verbrauchsmaterialien minimieren möchten, ist ein selbstreinigender Filter sehr interessant. Kartuschensysteme bieten dafür feinere und flexiblere Filtration.

In welcher Reihenfolge werden die Filterstufen installiert?

Werden mehrere Filtersysteme kombiniert, installiert man die gröberen Stufen in der Regel zuerst, damit die feineren nachfolgenden Elemente geschützt werden.

Wasserzulauf  →  optionale Vorfiltration  →  Sedimentfilter  →  Aktivkohle  →  optionale Zusatzbehandlung  →  Haus
Mit einem selbstreinigenden Filter
Ein selbstreinigender Filter kann am Anfang der Anlage eingesetzt werden, um grobe Partikel zurückzuhalten, bevor das Wasser einen Duplex- oder Dreifachfilter erreicht. So werden die feineren Kartuschen geschützt.
Wenn ein Kalkschutz ergänzt wird
Bei einer Anlage mit Filtration und Kalkschutz wird die Partikelfiltration in der Regel vor dem Kalkschutzsystem installiert.

Filtern, Trinkwasser aufbereiten oder Kalk behandeln: drei verschiedene Aufgaben

Das ganze Haus filtern
Um Partikel zurückzuhalten und eine zentrale Filtration am Hauswasserzulauf aufzubauen.
Wasserfilter ansehen →
Trinkwasser aufbereiten
Für eine feinere Aufbereitung von Trink- und Kochwasser, meist unter der Küchenspüle.
Welchen Wasserreiniger wählen? →
Kalk behandeln
Um die Auswirkungen von Kalk auf Rohrleitungen, Geräte und Armaturen zu begrenzen.
Welchen Kalkschutz wählen? →
Sonderfall
Regenwasser, Quellwasser, Bohrbrunnen- oder Brunnenwasser
Wasser aus einer privaten Quelle kann sehr andere Eigenschaften als Leitungswasser haben. Die Aufbereitung sollte idealerweise auf einer Wasseranalyse basieren und kann Vorfiltration, mehrere Kartuschen, spezielle Behandlungen oder eine UV-Desinfektion erfordern.
Lösungen für Wasser aus unabhängigen Quellen →

FAQ – Den richtigen Wasserfilter wählen

Welcher Filter eignet sich für Leitungswasser?
Das hängt hauptsächlich davon ab, was zurückgehalten werden soll. Ein selbstreinigender Filter kann genügen, um die Anlage vor groben Partikeln zu schützen. Für eine feinere Filtration sind ein kompakter, Duplex- oder Dreifachfilter mit passenden Kartuschen geeigneter.
Wann sollte man einen selbstreinigenden Filter wählen?
Er ist besonders interessant, wenn eine erste Schutzstufe mit sehr wenig Wartung gewünscht wird. Seine Filtration bis etwa 40 Mikron hält gröbere Partikel zurück und die Reinigung erfolgt durch Rückspülung. Eine Feinfiltration oder Aktivkohlefiltration ersetzt er jedoch nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Kompakt- und Duplexfilter?
Ein Kompaktfilter kombiniert mehrere Funktionen in einem Gehäuse mit einer Kombikartusche und benötigt dadurch wenig Platz. Ein Duplexfilter verwendet zwei separate Kartuschen und bietet mehr Flexibilität.
Welche Kartusche wird zuerst installiert?
In der Regel wird zuerst eine Sedimentkartusche eingesetzt, um Partikel zurückzuhalten, bevor Aktivkohle oder eine spezielle Behandlung folgt.
Ist eine 5-Mikron-Filtration immer besser als 10 oder 40 Mikron?
Nein. Je kleiner der Mikronwert, desto feiner die Filtration, aber desto schneller kann sich der Filter zusetzen und desto stärker kann der Druckverlust sein. Die Feinheit muss zur Wasserqualität, zum benötigten Durchfluss und zum Wartungsaufwand passen.
Entfernt ein Wasserfilter Kalk?
Eine klassische Sediment-, Aktivkohle- oder selbstreinigende Filtration erfüllt nicht dieselbe Aufgabe wie eine spezielle Kalkschutzbehandlung. Ist Kalk das Hauptproblem, sollte eine dafür vorgesehene Lösung ergänzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Hauswasserfilter und Untertisch-Wasserreiniger?
Ein Hauswasserfilter behandelt das Wasser bereits am Eintritt in das Gebäude und hält insbesondere Partikel zurück. Ein Untertisch-Wasserreiniger behandelt gezielt Trink- und Kochwasser am Entnahmepunkt.
Kann Brunnen-, Bohrbrunnen- oder Regenwasser mit denselben Filtern behandelt werden?
Einige Filter können Teil der Anlage sein, aber Wasser aus unabhängigen Quellen erfordert eine andere Vorgehensweise. Eine Wasseranalyse zeigt, welche Filtration, Spezialmedien oder UV-Desinfektion tatsächlich erforderlich sind.

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